Warum du dich nicht auf die Waage stellen solltest

17.07.2017

Schmeiß deine Waage endlich weg!

Jeder kennt ihn: Der unangenehme Gang zur Waage. Seit einigen Wochen hat man den Entschluss gefasst, seinen Körper wieder in Form zu bringen. Man ist hochmotiviert, treibt regelmäßig Sport und fühlt sich gut.

Die Fortschritte wollen natürlich gemessen werden, also stellt man sich auf die Waage und riskiert einen Blick nach unten. Dann die ernüchternde Tatsache: Zugenommen!

Die anfängliche Motivation verfliegt sofort und man stellt fest, dass all die Mühen umsonst gewesen sind. FALSCH! Wenn es um Gewichtsreduktion in Kombination mit sportlichem Training geht, dann lügt die Waage.

 

Muskelmasse vs. Fettmasse

Vergleicht man beide Gewebearten miteinander, wiegt Muskelmasse mehr als Fettmasse.

Aufgrund der höheren Dichte sind Muskeln bei gleichem Volumen kompakter als Fett. Aus diesem Grund kann ein durchtrainierter Mensch mit wenig Körperfettanteil genauso viel wiegen, wie eine übergewichtige Person. Der Unterschied dabei ist, dass dieser einen geringeren Körperumfang besitzt und schlanker aussieht.

Lass dich also nicht von der Anzeige der Waage verunsichern, sondern messe stattdessen beispielsweise deinen Bauchumfang, um deine Fortschritte sichtbar zu machen.

 

Was du sonst noch über deine Muskeln wissen solltest

Durch regelmäßiges Training baut der Körper Muskelmasse auf. Dieser Prozess ist ausschlaggebend für die Umsetzung deiner Ziele. Denn nur Muskeln sind in der Lage, Fett zu verbrennen.

Je mehr Muskelmasse du besitzt, desto höher ist der Grundumsatz deines Körpers und desto mehr Energie wird auch in der Ruhephase verbraucht. Wenn die Waage also anfangs mehr anzeigt, heißt das, dass sich die Zusammensetzung deines Körpers verändert und du auf dem richtigen Weg bist.

 

Wassereinlagerungen

Ein weiterer Grund für eine Gewichtszunahme trotz Sport sind Wassereinlagerungen.

Der Muskelkater, den du nach einer intensiven Trainingseinheit verspürst, ist nichts anderes als eine Ansammlung von Mikrotraumen in den Muskelzellen, die das Muskelwachstum erst ermöglichen. Um diese Verletzungen mit Nährstoffen für die Regenerationsphase zu versorgen, wird im Muskel temporär mehr Wasser gespeichert, was sich dann auf der Anzeige deiner Waage bemerkbar macht.

Bei Frauen kommt es während des Zyklus zusätzlich zu vermehrten Wassereinlagerungen, die hormonell bedingt sind.

 

Der Body-Maß-Index

Die genaue Zusammensetzung unseres Körpers kann eine gewöhnliche Waage also nicht erfassen, weshalb du keine Rückschlüsse über deine Gewichtsreduktion ziehen kannst.

Das gleiche gilt auch für den Body-Maß-Index (BMI). Der hier errechnete Wert setzt das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße. Da Muskelmasse jedoch schwerer ist als Fett, werden stark trainierte Menschen, wie beispielsweise Bodybuilder, als übergewichtig eingeordnet. Du siehst also, dass diese Maßzahl wenig Aussagekraft über das Aussehen oder den Gesundheitszustand eines Menschen hat.

Wenn du trotzdem wissen willst, ob du an Fettmasse abgenommen hast, solltest du deine Fortschritte mit einem professionellen Körperzusammensetzungsanalysegerät verfolgen, welches alle beteiligten Faktoren berechnen kann.

 

Spiegel und Maßband

Es geht aber auch leichter. Anstatt sich jeden Morgen auf der Waage mit der Anzeige deiner Waage zu quälen, stellst du dich einfach mal vor den Spiegel und betrachtest dich. Wenn du dein Training in Kombination mit richtiger Ernährung konsequent durchziehst, werden deine Erfolge sichtbar werden.

Um bessere Vergleiche ziehen zu können, kannst du in regelmäßigen Abständen Fotos von dir machen oder, wie anfangs erwähnt, deinen Körperumfang mit einem Maßband messen.

Diese Methoden sagen weitaus mehr über den Fortschritt deiner Gewichtsreduktion aus als die Anzeige auf deiner Waage. Zudem umgehst du dadurch den anfangs beschriebenen Motivationsverlust.

Und seien wir ehrlich:

Am Wichtigsten ist doch, dass du dir selbst gefällst und dich in deiner Haut wohl fühlst. Lass dich also nicht von einer Waage aus dem Konzept bringen und halte an deinen Zielen fest.

 

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