Warum Muskeln so super sind!

17.02.2016

Wenn man bedenkt, dass wir ohne Muskeln nicht nur gelähmt, sondern gar nicht überlebensfähig wären, bekommt das Thema Muskeln gleich eine andere Bedeutung. Eines unserer wichtigsten Organe, unser Herz, ist ein Muskel und sogar zum Atmen benötigen wir Muskelkraft.

Unser Körper ist ein Zusammenspiel aus insgesamt 656 Muskeln. Das ist eine Menge, aber wie genau funktioniert ein Muskel, was leistet er und wie können wir das für uns nutzen? Da lohnt es sich doch genauer hinzusehen.

Aufgepasst! Muskeln beeinflussen nicht nur unseren Stoffwechsel

Noch nicht gewusst? Dann wird es aber Zeit. Unsere Muskelzellen produzieren hormonähnliche Substanzen, die sogenannten Myokine.

Die unterschiedlichen Myokine haben viele gute Effekte. Unter anderem können sie den Kalorienverbrauch erhöhen, den Muskelaufbau erleichtern, gezielt die Fettverbrennung fördern und das Immunsystem verbessern. Wow - und schon lieben wir Myokine.

Unsere Muskeln lassen unsere Fettzellen also nur so dahinschmelzen. Hier gilt die Faustregel: „Je mehr Muskelmasse man hat, desto mehr Energie verbraucht der Körper“, d.h. je mehr Muskeln, desto mehr Fett kann verbrannt werden. Das bringt uns schon zum nächsten Punkt warum Muskeln einfach klasse sind.

Verlieren wir Fett und bauen gleichzeitig den Muskel auf, wirkt unser ganzer Körper straffer und attraktiver. Jetzt aufgepasst liebe Frauen, denn ein weiterer Effekt davon ist, dass die lästige Orangenhaut verschwindet! Also meine Damen, keine Angst vor dem Muskelaufbau.

Und so funktionieren unsere Muskeln

Jeder Muskel besteht aus roten und weißen Muskelfasern. Bei den roten Muskelfasern wird die rötliche Farbe durch Myoglobin verursacht. Jetzt bloß nicht abschalten, denn eigentlich ist es recht simpel. Myoglobin ist ein Molekül, welches Sauerstoff in die Zellen transportiert.

Diesen Muskeln steht also viel Sauerstoff zur Verfügung, weshalb sie langsamer ermüden und vor allem für ausdauernde Bewegungen zuständig sind.

Da die weiße Muskulatur kaum Myoglobin hat, kommt sie an weniger Sauerstoff ran. Ihre Energielieferanten stehen zwar sofort zur Verfügung, sind aber auch in kürzester Zeit aufgebraucht. Daher kann sie eher schnelle, kurze Bewegungen durchführen.

Bei Ausdauersportlern überwiegt also mehr die rote Muskulatur, bei Kraftsportlern die weiße.

Also was jetzt? Joggen oder Muskeln aufbauen?

Laufen beansprucht die roten Muskelfasern, das wissen wir. Von einem normalen Lauftraining bekommen die weißen Fasern dagegen leider nicht viel mit, denn dafür müsste man 40 bis 50 Prozent der maximalen Muskelkraft beanspruchen.

Also lieber nicht joggen gehen und nur auf Kraftübungen setzen? Nein, auch das wäre der falsche Ansatz, da Ausdauertraining immer gut für unseren Stoffwechsel ist. An Übungen speziell für unsere Muskeln führt aber auch kein Weg vorbei. Unsere Muskulatur verbraucht im Ruhezustand etwa 30 Mal mehr Energie als unser Fettgewebe. Das liegt daran, dass unsere Muskeln versuchen ihre Eiweißstrukturen warmzuhalten oder zu reparieren.

Ab sofort wird dich folgendes motivieren um jede quälende Kraftübung durchzuhalten: Nur ein Kilo neue Muskelmasse sorgt dafür, dass du etwa 50 bis 70 Kalorien pro Tag mehr verbrennst. Und das sogar im Ruhezustand! Noch besser: Dank unserer Muskeln verbrennen wir noch lange nach der schweißtreibenden Sporteinheit Energie.

Was brauchen unsere Muskeln?

An alle Sportmuffel, Ohren aufgespitzt! Werden unsere Muskeln nicht genutzt, verlieren sie schon in 2 Wochen 35 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Also, gib deinem Muskel etwas zu tun.

Außerdem reagieren unsere Muskeln negativ auf Stress oder Angst. Durch die Anspannung werden Mangelsituationen begünstigt. Der Muskel kann nicht mehr optimal arbeiten und droht auf Dauer zu verhärten. Entspannungsmethoden sind also nicht nur gut für Geist und Seele, sondern auch für unsere Muskeln.

Ein großer Fehler, der leider nur zu häufig begangen wird, ist unsere Muskulatur hungern zu lassen. Nehmen wir nicht ausreichend Kalorien zu uns, reagiert der Körper sofort darauf. Als Allererstes versucht er große Energiefresser loszuwerden, sprich unsere kostbaren Muskeln.

Kurzum: Versorge deinen Körper immer mit ausreichend Energie durch genügend Kalorien und füge ihm am besten noch wertvolles Eiweiß zu. Durch Eiweiß versorgst du deine Muskeln optimal und begünstigst das Wachstum und die Muskelreparatur.

Und was lernen wir daraus? Muskeln sind super und zwar für Männer UND Frauen. Wir sollten endlich dieses Bild aus unseren Köpfen verbannen, dass der Muskelaufbau nur für Männer wichtig ist und Frauen nur joggen gehen sollten um ihren Traumkörper zu erreichen. Muskeln können so viel, sie straffen unseren Körper und wir fühlen uns nicht nur gut, sondern sehen auch gut aus.

Deine Muskeln haben also eine Belohnung verdient, z.B. indem du eine gute Mischung zwischen regelmäßiger Beanspruchung und Muskelentspannung findest und ihnen immer genügend Energie zuführst.

Lese auch unseren Artikel zum Thema  „KRAFTTRAINING - SOLLTEN FRAUEN ANDERS TRAINIEREN ALS MÄNNER?“

 

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