Warum es so wichtig ist regelmäßig zu trainieren!

11.01.2016

Noch viel zu viel Arbeit, der Mädelsabend, ein Bierchen mit dem Kumpel, keine Lust oder einfach echt keine Zeit - alles gute Gründe, um die heutige Trainingseinheit sausen zu lassen. Oder doch nur schlechte Ausreden?

Willst du deinen Körper wirklich verändern und klare Ergebnisse erzielen, solltest du allerdings großen Wert auf Kontinuität legen. Warum? Das erfährst du jetzt in unserem ersten Teil der everfits-Trainingswissenschaften:

Ausgangspunkt ist das Training selbst. Genauer gesagt sind es alle Belastungsreize, die du im Training auf die verschiedenen Strukturen und Systeme des Organismus - wie die Muskulatur, Knochen und Sehnen - ausübst.

Du entleerst im Training beispielsweise deine Energiespeicher und fügst der belasteten Muskulatur kleine Schäden zu. Dieser Umstand bringt deinen Körper aus seinem gewohnten biologischen Gleichgewicht.

Das ist auch gut so, denn damit ist der entscheidende Grundstein gelegt. Durch dieses biologische Ungleichgewicht gibst du deinem Körper nämlich einen Grund, seine Energiespeicher zu vergrößern und mehr Muskulatur bereitzustellen, um zukünftige Belastungen besser bewältigen zu können. Man nennt das auch die sogenannte Homöostasestörung.

Nach der Phase der Belastung folgt die Phase der Wiederherstellung.

Hast du schon mal richtig hart trainiert?

Dann weißt du, dass dein Körper nach dem Training erst einmal eine Pause braucht.

Ein langes und/oder intensives Training führt zu einer Erschöpfung der Muskulatur und des Zentralnervensystems, der Steuerzentrale aller Prozesse. Deine sportliche Leistungsfähigkeit ist nun eingeschränkt und dein Organismus braucht jetzt Zeit, um sich zu erholen. Wichtig ist: Gib deinem Körper die benötigte Erholungszeit!

Diese Erholungszeit ist allerdings sehr individuell, denn viele verschiedene Faktoren wie Schlaf, Stress oder Ernährung beeinflussen deine Regeneration.

Als allgemeine Regel gilt: Wenn du dich wieder fit fühlst, geh ins Training! Das sollte bei Anfängern sowie Fortgeschrittenen - nach einer ersten Gewöhnungsphase an die ungewohnte Belastung – nach etwa ein bis drei Tagen der Fall sein.

Wie super ist das denn?

Nun kommt die tollste Funktion unseres Körpers in dieser Kette: das Phänomen der Superkompensation. Super – was?

Man könnte das mit „überschießender Wiederherstellung“ übersetzen. Dein Körper nutzt die Erholungszeit demnach nicht nur dazu, alle Energiedepots wieder aufzufüllen und alle Muskelschäden im Körper zu reparieren, sondern er „überfüllt“ und „überrepariert“ die beanspruchten Systeme.

In der Phase der Superkompensation kommt es also zu einem Anstieg der sportlichen Leistungsfähigkeit über das Ausgangniveau hinaus. Heißt: Du bist jetzt stärker und fitter als vor dem Training! Toll oder?

Das bringt es dir konkret:

Du bist nun leistungsfähiger und kannst mit größeren Belastungen fertig werden. Somit kannst du noch stärkere Reize im Training setzen, da du beispielsweise mehr Wiederholungen schaffst, die Übungen sauberer ausführen oder schneller sprinten kannst.

Durch diese erhöhten Belastungen wirst du immer größere Effekte auf deinen Körper erzielen können. Langfristig betrachtet heißt das, dass du z.B. mehr Muskulatur aufbauen, mehr Fett verbrennen oder einfach schneller und länger laufen kannst. Sprich: Du erreichst deine individuellen Ziele schneller!

Jetzt aber die schlechte Nachricht: Dies ist kein Zustand für die Ewigkeit!

Sofern kein weiteres Training stattfindet, nimmt das Leistungsniveau wieder ab und pendelt sich schließlich beim Anfangswert wieder ein.

Übersetzt heißt das: Wenn nach einer Trainingseinheit keine weitere innerhalb der nächsten ein bis drei Tage folgt, nimmt das Leistungsniveau wieder ab und pendelt sich schließlich, je nachdem wie lange du nicht trainierst, auf deiner Anfangsfitness ein. Du trittst auf der Stelle und kommst nicht vorwärts.

Zusammengefasst laufen Anpassungsvorgänge in unserem Körper also wie folgt ab:

1) Belastung: z.B. ein Ganzkörpertraining mit Kraft- und Ausdauerbelastung

2) Homöostasestörung: z.B. entleerte Energiespeicher, erschöpfte Muskulatur

3) Erholung: Trainingspause! der Körper muss sich regenerieren!

4) Anpassung: Der Körper „überrepariert“ sich während der Erholungsphase und passt sich an die Belastung an!

5) erhöhte Leistungsfähigkeit: Du hast mehr Energie und mehr Kraft im Training!

Willst du nun langfristig Erfolge erzielen, deinen Körper leistungsfähiger und fitter machen, Fett abbauen oder Muskulatur aufbauen, solltest du vor allem regelmäßig und kontinuierlich Trainingsreize setzen. Nur diese wiederholten, durch Trainingsbelastungen provozierten Umstellungsprozesse führen dann schrittweise zur Anpassung an die Belastung und somit auch zu Veränderungen des Körpers.

Starte bedacht mit ein bis zwei wöchentlichen Belastungen und steigere dich für eine optimale Auslastung und Leistungssteigerung auf regelmäßige zwei bis drei Ganzkörper-Einheiten pro Woche.

PS: Erinnere dich an diesen Artikel, wenn du das nächste Mal ein Training sausen lassen willst!

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