Nachbrenneffekt - We're on fire!

07.09.2016

Im Internet kursieren heutzutage zahlreiche Mythen über den Nachbrenneffekt (auf Englisch Afterburn Effect). Schon lang weiß man gar nicht mehr was man glauben kann und was nicht. Aber keine Sorge, Rettung naht! 

Beim Nachbrenneffekt handelt es sich um einen im Ruhezustand gesteigerten Kalorienverbrauch nach dem Sport. Du verbrauchst also vermehrt Kalorien nach dem Training, obwohl du schon geduscht auf der Couch liegst und nichts mehr tust. Aber wieso ist das so, gibt es diesen Effekt überhaupt wirklich und wenn ja, welches Training hat den größten Nachbrenneffekt?

Nachbrenneffekt? Den gibt es doch gar nicht… Oder?

Bei den ganzen Mythen könnte man schon meinen, dass da doch irgendetwas faul sein muss am Nachbrenneffekt. Tatsache ist aber, dass der Nachbrenneffekt ein formaler Vorgang ist, der in der Sportwissenschaft schon seit langer Zeit bekannt ist und daher auch nicht neu. Der Nachbrenneffekt existiert also wirklich.

Worum handelt es sich beim Nachbrenneffekt?

Im Detail betrachtet, handelt es sich dabei um die Excess Postexercide Oxygen Consumption kurz EPOC, also den Sauerstoffverbrauch nach Beendigung einer körperlichen bzw. sportlichen Aktivität, anhand dessen die energetische Aktivität des Organismus beziffert werden kann. Einfach gesagt heißt das, dass du anhand der körperlichen Aktivität und des derzeitigen Sauerstoffverbrauchs den Energieverbrauch bzw. die Höhe der verbrannten Kalorien nach einer sportlichen Aktivität feststellen kannst.

Warum gibt es den Nachbrenneffekt?

Okay, wir haben also richtig hart trainiert und sind an unsere Grenzen gegangen während dem Training. Und jetzt? Müssen wir jetzt schreiend nach Hause rennen „Achtung, Achtung, ich brenn jetzt nach. Aus dem Weg!“ oder wie läuft das jetzt ab?

Während des Nachbrenneffekts muss unser Organismus eine Reihe von stoffwechseltechnischen Prozessen durchlaufen, um von der Trainingsbelastung in seinen natürlichen Ruhe- bzw. Gleichgewichtszustand, also in die sogenannte Homöostase, zurückzukehren.

All diese Prozesse benötigen Sauerstoff und lassen den Stoffwechsel bis zum Erreichen der Homöostase auf einem weiterhin erhöhten Niveau arbeiten. Dieser Vorgang macht sich auch in einem gesteigerten Kalorienverbrauch bemerkbar. Und genau das ist es was uns so gut am Nachbrenneffekt gefällt. Der gesteigerte Energieverbrauch ist von Person zu Person anders. Jedoch ist klar, dass dein Energiegrundumsatz steigt.

Der Energiegrundumsatz meint die Kalorien, die wir über den Tag hinweg benötigen, um zum Beispiel die Atmung und die Verdauung aufrecht zu erhalten. Sprich um lebensfähig zu sein. Wieder abhängig von der jeweiligen Person kann der Nachbrenneffekt nach dem Training unterschiedlich lang anhalten. Hier gibt es zwar zahlreiche Studien, jedoch mit sehr unterschiedlichen Studienergebnissen, weshalb sich die Sportwissenschaft hier noch nicht einig geworden ist.

Bei welchem Training habe ich den größten Nachbrenneffekt?

Jetzt die gute Nachricht für alle everfits-Mitglieder: Der größte Effekt wird beim High Intensiv Intervall Training, kurz HIIT, erzielt. Und wie ihr wisst ist das auch der HIIT bei everfits.

HIIT ist ein fester Bestandteil im everfits-Training und das hat auch einen guten Grund. Durch die hochintensiven Workouts, die durch einen Wechsel von Be- und Entlastungsphasen gekennzeichnet sind, setzt du deinen Körper einen sehr hohen stoffwechseltechnischen Stress aus. Dein Stoffwechsel läuft jetzt auf Hochtouren. Das wiederum bedeutet ein großer Nachbrenneffekt nach dem Training, da dein Stoffwechsel nicht von jetzt auf gleich in die Ruhephase zurückkehren kann.

Fazit - Nutze den Nachbrenneffekt für dich!

Der Nachbrenneffekt ist nach dem Training am höchsten. Die Folge ist ein gesteigerter Energieverbrauch, welcher je nach Person unterschiedlich lang anhalten kann. Nach einem fordernden und intensiven Training ist der Nachbrenneffekt am höchsten. Um an deine Grenzen zu gehen ist das HIIT ideal. Um bestmöglich vom Nachbrenneffekt zu profitieren, kannst du dein konventionelles Krafttraining mit zwei bis drei HIIT-Einheiten pro Woche kombinieren.

 

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