Was ist Functional Training?

23.03.2017

Functional Training – Wieder nur ein Trend? Oder doch mehr?

Der Begriff Functional Training

Um das zu klären, sollten wir uns anschauen, was Functional Training eigentlich ist. Der Begriff lässt sich frei mit „Funktionellem Training“ übersetzen und wird auch häufig so verwendet.

Funktionell – was heißt das genau? Darüber streiten sich wie so oft die Geister, aber prinzipiell geht es also um irgendeine Funktion.

Ok, da es beim Training immer um den Körper geht, liegt es nahe die Funktion des Körpers zu betrachten oder die vielen Funktionen besser gesagt. Das ist schon mal der richtige Schritt, um Functional Training besser zu verstehen.

Das klassische Krafttraining

Im klassischen Krafttraining an Maschinen oder auch mit Kurz- oder Langhanteln werden vor allem Übungen verwendet, die einen Muskel spezifisch trainieren sollen. So hört man von Trainierenden oft Aussagen wie „Heute trainiere ich Lat und Bizeps.“, was einem Rücken- und Armtraining entspricht.

Man betrachtet im klassischen Krafttraining, wie das auch im Fitnessstudio gemacht wird, also isoliert einen Körperbereich. Das führt dazu, dass man Übungen auswählt, die zwar spezifisch diesen einen (oder manchmal auch mehrere) Muskel(n) trainieren, aber mit der eigentlichen Körperfunktion wenig zu tun haben.

Beispielsweise kommt es im Alltag, also dort wo wir einen funktionierenden Körper dringend benötigen, nicht vor, dass wir irgendein Gewicht wie bei einem Bizepscurl hoch und runter heben oder dass wir wie beim Trizeps-Pulldown etwas nur mit der Kraft der hinteren Oberarme runterziehen.

All diese Übungen haben mit den Anforderungen des Alltags und den dazugehörigen Körperfunktionen nicht viel gemein. Man trainiert quasi am Ziel vorbei. Aber warum ist das dann überhaupt so? Warum trainieren viele Menschen im Fitnessstudio so alltagsfern und – wie wir nun wissen – unfunktionell?

Das Training im Fitnessstudio - Bodybuilding

Das Training, was du wahrscheinlich aus dem Fitnessstudio kennst basiert auf genau einer Sportart: Bodybuilding.

Ganz recht. Betrachten wir nur klassische Fitnessstudios und klassische Trainingspläne und lassen Kurse und Zusatzangebote aus, dann kommen alle Übungen mit oder ohne Geräte und der dazugehörige Aufbau des Trainings aus dem Bodybuilding.

Als im letzten Jahrhundert viele Menschen ihren Körper stählen wollten, wurden allerlei Übungen und Trainingssysteme ausprobiert. Einige erwiesen sich als erfolgreich – andere nicht. Die erfolgreichen Übungen und Trainingssysteme haben sich durchgesetzt und volá schon trainieren alle wie die Bodybuilder früher: isoliert, muskelspezifisch und mit den Trainingszielen Hypertrophie, Kraftausdauer oder Maximalkraft.

An sich wäre das auch nicht schlimm, aber die meisten Menschen wollen gar keine Bodybuilder sein. Viele Menschen wollen einfach Energie rauslassen, Spaß haben, in der Gruppe mit Freunden trainieren, an ihre Grenzen gehen oder generell „fit werden“. Ist das an Maschinen möglich? Eher weniger.

Functional Training

Achso, und wie war das noch mit den Funktionen des Körpers? Dinge, die man im Alltag braucht, also Treppensteigen, Umzugskisten tragen, sich bücken und im Garten arbeiten, schwere Türen aufhalten…?

Diese Dinge mögen manchen vielleicht banal erscheinen. Aber gerade für ältere Menschen sind solche Funktionen sehr anstrengend und da auch du älter wirst, solltest du dir überlegen, ob du nicht präventiv entsprechend den Funktionen deines Körpers trainieren möchtest. Und hier kommt Functional Training ins Spiel.

Warum Functional Training?

Zunächst geht es beim Functional Training also darum, Bewegungen zu trainieren, die den Funktionen des Körpers entsprechen: Fundamentale Bewegungsmuster, die wir im Alltag und Beruf brauchen. Ziehen, Drücken, Heben, in die Hocke gehen und mehr stehen auf dem Programm. Dabei muss man immer die Stabilität wahren, denn – anders als im klassischen Krafttraining – wird beim Functional Training fast immer der komplette Körper in einer Übung gefordert.

Das macht vielen Menschen mehr Spaß und hat auch einen hohen Trainingseffekt. Ein Ausspruch aus dem Functional Training lautet übrigens „We do not train muscles, we train motions“ – Zu Deutsch: „Wir trainieren keine Muskeln, sondern Bewegungen“. Das ist ein völlig anderer Ansatz als beim klassischen Krafttraining.

Fazit

Die Logik Bewegungen zu trainieren besticht, denn trainiert man Bewegungen (wie beispielsweise einen Ausfallschritt mit Rumpfrotation), dann werden die benötigten Muskeln natürlich mittrainiert. So trainiert man also einerseits ein fundamentales Bewegungsmuster und eine Grundfunktion jedes menschlichen Körpers (einen Ausfallschritt machen zu können und die Stabilität dabei trotz Rotation zu behalten) und gleichzeitig trainiert man die benötigten Muskeln. Zwei Fliegen mit einer Klappe. 


Du möchtest wissen was dir das Functional Training bringt? Dann lies jetzt unseren Artikel "5 Vorteile vom Functional Training".

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von unserem Partner der Sportlerei Akademie München.

Die Sportlerei begleitet dich auf deinem Weg zum geschulten Trainer-Profi in den Bereichen Fitness-, und Leistungssport sowie funktionelles Körper- und Athletiktraining. Das Ziel der Sportlerei ist es die besten Trainerinnen und Trainer der Branche hervorzubringen.

Wer sich also unter anderem in den Bereichen Functional Training, Athletiktraining oder (Sport-)Ernährung ausbilden lassen oder verschiedene Lizenzen absolvieren möchte, kann sich an die Sportlerei wenden.
www.sportlerei-akademie.de

 

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